Aus Alt mach Neu!

  • Wuppertal

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Ralf Silberkuhl

Tag 1

Nachdem wir die Kinder am Kassenhaus abgeholt haben, gehen wir gemeinsam in den Werkraum. Jeder sucht sich seinen Platz, an dem er in den nächsten fünf Tagen kreativ und künstlerisch tätig werden möchten. Leider ist eine Teilnehmerin erkrankt, sodass wir nur noch zu siebt sind, aber alle verstehen sich von der ersten Minute an. Als nächstes geht es mit allen in die untere Halle, um ein paar Spiele für das Kennenlernen und die Schulung der Wahrnehmung zu spielen.

Nach der Mittagspause geht es dann weiter auf Entdeckung durch den Skulpturenpark. Hierbei schauen wir uns das künstlerische Vorbild für unseren Workshop an, den Künstler Wilhelm Mundt und seine sogenannten „Trash Stones“. Zurück im Werkraum fangen wir an, unsere Eindrücke mittels der kreativen Schreibübung „ABC-Liste“ aufzuschreiben und dabei Fragen zu klären wie: Warum nummeriert der Künstler seine Werke und wie produziert der Künstler diese?

Tag 2

Zu Beginn arbeiten wir weiter an unserer „ABC-Liste“. Im Anschluss gestalten wir gemeinsam ein großes Plakat mit all unseren aufgeschriebenen Assoziationen, welches wir am letzten Tag bei unserer Ausstellung aufhängen wollen. Danach gehen wir selbst an die Arbeit und basteln unsere ersten kleineren Müllsteine aus Zeitung, Alufolie und verschiedenen Klebe- und Textilbändern – die Produktionsnummer nicht vergessen!

Nach der Mittagspause sind wir weiterhin künstlerisch aktiv und produzieren kleine Rubbel-Bilder, indem wir Fotos von Mundts Werken mit Zeitungsausschnitten überkleben, mit Folie fixieren und mit Acrylfarbe übermalen. So kann man von außen den Inhalt des Müllsteins erst durch das freirubbeln der Fläche erkennen.

Tag 3

Am dritten Projekttag machen wir uns an die großen Skulpturen. Jeder hat von zu Hause alte Verpackungen, Reste und recyclebares Material mitgebracht. Alle suchen sich das Material, das zur kreativen Vorstellung passt. Danach geht es ans Fixieren – einzelne Formen, Plastikbecher, Styroporkugeln und Zeitungsballen müssen aneinander geklebt werden, sodass eine Grundform sichtbar wird. Das braucht oft helfende Hände, und die Teilnehmenden helfen sich super gegenseitig.

Nach der Mittagspause geht es dann ans Kaschieren der „Skulptur-Rohformen“. Das heißt: ran an den Kleister und die Zeitungsschnipsel. Eine Arbeit auch für den nächsten Vormittag beginnt.

Tag 4

Der Vormittag verfliegt wie im Nu. Die Teilnehmenden kaschieren weitere Schichten auf ihre Skulpturen. So wird nach dem Trocknen alles fest und stabil. Jetzt kann man schon erahnen, wie verschieden die einzelnen Skulpturen werden. Man erkennt einen Fuchs, ein Insektenhotel, einen Dinosaurier, eine Ente und mehrere Arbeiten mit sportlichen Motiven.

Nach der Mittagspause und dem Highlight – ein Eis am Café des Parks – sind die Skulpturen getrocknet und das Grundieren kann anfangen. Erst einmal malen alle mit weißer Acrylfarbe ihre Skulpturen an, um im Anschluss dem Ganzen mit bunter Farbe Leben einzuhauchen und die Details sichtbar werden zu lassen.

Tag 5

Der letzte Tag der Workshop-Woche beginnt mit der Ausbesserung kleinerer Details. Als alle Teilnehmenden fertig mit ihren Skulpturen sind, fertigen wir noch vor und nach der Mittagspause die Schilder für die Ausstellung an. Wie heißt mein Kunstwerk? Aus welchem Material besteht es? All diese Informationen sind wichtig für die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung.

Bevor die Familien und Eltern für die Abschlussausstellung unseres Workshops kommen, müssen wir noch schnell sauber machen, umstellen und dekorieren. Und dann ist es soweit, die stolzen Kinder können ihre Werke präsentieren.

Alle Eltern und Freunde, die eine selbstgebastelte Einladungskarte Mitte der Woche erhalten haben, sind da, und wir erklären gemeinsam, was wir die letzten fünf Tage erlebt, produziert und gebastelt haben. Natürlich können alle Werke mit nach Hause genommen werden, um dort einen geeigneten Ausstellungsplatz zu finden.

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