Trickfilm „Das Zimmer – zusammen stark”

  • Städteverbund Velbert – Heiligenhaus

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gestaltungswerkstatt

In nur vier Tagen einen eigenen Trickfilm produzieren? – Eine Gruppe angehender Filmemacher im CLUB Heiligenhaus hat die Herausforderung angenommen!

Unter der Leitung von Nina Stark und Thomas Pischke schrieben sie in den in den Osterferien ein Drehbuch, bauten gemeinsam die Kulissen, drehten den Film und vertonten ihn. Und am Ende gab es natürlich eine feierliche Filmpremiere. Aber der Reihe nach! Wie ging es eigentlich genau los?

Zur Einstimmung haben wir ein paar Daumenkinos gezeichnet. Springende Bälle, tanzende Strichmännchen, vorbeirasende Autos...
Dabei haben wir gelernt, wie man Schritt für Schrit Dinge „in Bewegung' setzen kann, wie man die „Geschwindigkeit" der Bewegung durch den Abstand von Bild zu Bild beeinflusst und vieles mehr.
Nach einem Mittagssnack und einer Pause ging es dann an's gemeinsame Drehbuchschreiben. Es sollte ein Film mit viel Action werden. Aber auch mit Gefühl. Vielleicht sogar eine kleine Liebesgeschichte? Aber mit Anspruch! Und dann hatten wir plötzlich zwei Fronten im Team. Action vs. Lovestory. Jungen gegen Mädchen. Es war wie in dieser Shakespeare-Geschichte mit den Familien Capulet vs. Montague. Eine Fehde wie bei Romeo & Julia... und plötzlich hatten wir unsere Grundidee!
„Romeo & Julia im Kinderzimmer-Spielzeugland (mit viel Action und Monstern!)”
Wir erarbeiteten ein Drehbuch und entwickelten daraus ein Storyboard. Und besprachen, wer von uns für Kulisse und Darsteller welches Spielzeug mitbringen könnte.

Am nächsten Tag sichteten wir unser mitgebrachtes (Spiel-)Material, um den Rollen in unserem Film einzelne (Spiel)Figuren zuzuordnen.
Danach machten uns daran, in einem der Fremdenzimmer im CLUB unseren Drehort aufzubauen. Wir mussten uns ganz schön ranhalten, denn pro Szene und Einstellung mussten manchmal über hundert Fotos machen.
Figuren aufstellen – Foto – Figuren minimal bewegen – Foto – wieder minimal bewegen – Foto – bewegen – Foto – und so weiter...
Das konnten wir nur im Team bewerkstelligen. Ein Regisseur gab Anweisungen, das Kamerakind bediente den Fotoapparat und ganz viele Puppenspieler bewegten die Figuren. Und nach jeder Szene wurde gewechselt, damit jeder alles einmal ausprobieren konnte.

Am dritten Tag warteten noch die letzten Szenen darauf, von uns gedreht zu werden. Richtige ,Massenszenen', in denen zig Figuren gleichzeitig bewegt werden mussten. Ganz schön aufwendig! Zudem brauchten wir noch einen Vor- und Nachspann. Auch das klappte nur, indem wir die Arbeit aufteilten und jede und jeder an einem anderen Teil des Projektes arbeitete – wie beim richtigen Film. Am Ende hatten wir dann doch alles ,im Kasten'. Und etliche hundert Fotos auf der Speicherkarte.
Und nun war es an Thomas Pischke, in der Nacht wie ein Heinzelmännchen die vielen Fotos zu einzelnen Clips zusammenzuschneiden, damit wir am letzten Tag des Workshops noch die Vertonung und natürlich die große Weltpremiere angehen konnten.

Leicht übermüdet präsentierte Thomas am nächsten Morgen die Ergebnisse unserer Filmaufnahmen (und bekam zum Dank einen extra großen Kaffee). Gemeinsam machten wir uns nun daran, den noch stummen Figuren unsere Worte in den Mund zu legen.
Das war ein bisschen wie Synchronaufnahmen, nur dass wir bei unseren Figuren zum Glück nicht auf Lippensynchronität achten mussten. Und wärend Thomas unsere Tonaufnahmen mit den Filmen zusammenschnitt (und eine recht „eigenwillige" Titelmelodie für den Film improvisierte) übernahm die Gruppe die Vorbereitungen für die große Weltpremiere vor den nun langsam eintreffenden Eltern.
Fast hätte uns die Technik noch einen Strich durch die Rechnung gemacht, als der Filmprojektor streikte. Doch der Leiter des CLUBs schaffte es mit Improvisation dann doch noch, dass die große Weltpremiere unseres Films (zwar ohne roten Teppich aber dafür mit Popcorn!) über die große Leinwand flimmerte...

Wir bekamen viel Applaus und waren sehr stolz auf unsere Arbeit.
Es war zwar manchmal echt anstrengend und stressig und wir haben echt viel gearbeitet (und das in den Ferien!), aber es hat sich gelohnt!

Unser Ergebnis könnt ihr euch hier angucken!

Video: 

„Das Zimmer – zusammen stark”
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