The Inner World – Wie ein Spiel entsteht und vermarktet wird

  • Kreis Düren

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Töpfereimuseum Langerwehe

Wie entsteht eigentlich ein Spiel für den Computer oder die Spielekonsole? 

In einem 2-tägigen Workshop mit dem Gamedesigner Julian Reinartz im Töpfereimuseum Langerwehe erfuhren elf Kinder und Jugendliche mehr über den Aufbau und die Struktur von Spielen und erschufen selbst kleine Spielelemente! 

Am ersten Tag ging es bei einer kurzen Einführung und einer Vorstellungsrunde mit der Frage los: Was ist mein Lieblingsspiel? Und welches Spielgenre mag ich besonders? Die Teilnehmer tauschten sich dazu aus und anschließend ging es in Kleingruppen weiter.
Jede Gruppe erhielt das Spiel „The Inner World“, sowie eine Konsole und ein Bildschirm, über die sie das Spiel spielen konnten. Dabei war die Aufgabe, während des Spiels eine der folgenden Fragen zu beantworten: 

1. Welche Charaktere tauchen im Spiel auf und was sind ihre Probleme?
2. Welche Aufgabe hat die Spielfigur?
3. Wie können die Rätsel gelöst werden?

Während des Spiels wurden die Gruppen betreut und konnten sich bei Fragen jederzeit mit den Betreuern und dem Workshopleiter austauschen. Im Anschluss daran trugen die Gruppen ihre Ergebnisse und die Erfahrungen zusammen. Dabei stellten die Teilnehmer fest, dass jede Gruppe ähnlich weit im Spiel vorangekommen war und die Probleme und Rätsel bis dahin richtig erkannt hatte. Spannend war, dass jede Gruppe die Herausforderungen im Spiel aber auf unterschiedliche Weise zu lösen versucht hatte.
Durch diese Übung lernten die Gruppen bereits wesentliche Bestandteile des Gameplays kennen und erkannten, wie ein Rätsel funktionieren muss, um dem Spieler eine Herausforderung zu bieten.

Nach der Analyse erhielt jede Gruppe die herausfordernde Aufgabe, ein eigenes kleines Rätsel zu erschaffen, dass die anderen Gruppen im Anschluss lösen können. Dabei konnten sie zwischen zwei Situationen wählen:

a) Sie konnten eine Situation aus dem Spiel fortführen und ein eigenes Rätsel in diesem Universum schaffen, das mit den im Spiel vorhandenen Elementen zu lösen war. ODER
b) Sie erschufen ein völlig eigenes Rätsel, das ähnlich wie ein Escape-Room in einem einzigen Raum stattfand und nur mit den dort zu findenen Mitteln gelöst werden konnte.

Jede Situation wurde von mindestens einer Gruppe gewählt. Den Gruppen wurde entweder die Konsole mit dem Spiel und Stift und Papier zur Verfügung gestellt oder nur Bastelmaterial bzw. Stift und Papier oder Gegenstände innerhalb der Einrichtung. Es wurde ein Zeit Limit von 45 Minuten zur Erstellen des Rätsel vereinbart, in dem jede Gruppe in der Lage war ein entsprechendes Rätsel zu erschaffen.

Zum Abschluss wurden die Rätsel der Gruppen untereinander vorgestellt, so dass die anderen Gruppen jeweils die Rätsel einer Gruppe lösen konnten.

Am zweiten Tag stand ein beonderer Ausflug auf dem Programm. Da die Teilnehmer nun ein Verständnis für Gamedesign gesammelt und bereits Einblick in die Erstellung eines Spiels erhalten hatten, besuchen sie die Gamescom in Köln – das weltweit größte Event für Computer- und Videospiele.
Dort gewannten sie ihnen ein Eindruck von dem unglaublich breiten Spektrum und der Vielfalt der Spielewelt und erlebten, wie Spiele einem Publikum präsentiert und vermarktet werden. Jede Gruppe konnte dort außerdem den zweiten Teil von „The Inner World“ spielen.

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