Im Tanztheater erzählen Jugendliche Geschichten

  • Bottrop

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Ann-Katrin Pobloth

Im Finale des Kulturrucksack-Workshops „Tanztheater" zeigen zehn Jugendliche aus Bottrop, was sie im Projekt in den Herbstferien bei Lisa Schröder einstudiert haben. Am Ende gibt es tosenden Beifall und strahlende Gesichter.

Sie erzählen Geschichten über Mobbing, das Alleinsein und über den Zusammenhalt – mit ihren Körpern: Neun Mädchen und ein Junge lassen ihre Körper sprechen. Sie bewegen sich zu moderner Musik, improvisieren, tanzen solo und in der Gruppe und begeistern gemeinsam Eltern, Freunde und Bekannte.

„Alle auf Position? Gleich geht es los", flüstert Tanz- und Theaterpädagogin Lisa Schröder hinter den roten Vorhang, der die Studiobühne von den rund 30 Zuschauern trennt. Auf der Bühne warten die schwarz gekleideten Jugendlichen darauf, zeigen zu können, was sie in dem einwöchigen Workshop einstudiert haben. Dann geht es los. Sie tanzen alleine, zusammen, synchron, rollen sich auf dem Boden, bleiben liegen und helfen sich gegenseitig auf. Es ist nicht bloß eine Choreografie, die entstanden ist. Der Zuschauer erkennt eine Geschichte, die von den jungen Teilnehmenden mithilfe von Bewegungen, Gestik und Mimik erzählt wird.

Nach dem ersten Auftritt und der Vorstellung jeder Tänzerin und des Tänzers, wird es auffallend bunt: raus aus den schwarzen Hosen und T-Shirts, rein in bunte, glitzernde Outfits. Zu Musik aus den Charts werden der Fortnite-Tanz vorgeführt und eigene Moves gezeigt. Am Ende gibt es lauten Applaus und strahlende Gesichter. „Ich hätte nicht damit gerechnet, dass sich meine Tochter in die erste Reihe traut", verrät eine Mutter. „Das sollte auch eine Überraschung sein", entgegnet diese. Die ist ihr offensichtlich gelungen.

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