Auszeit im Museum

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Eva Schwering, Museumsdienst Köln

In den Herbstferien genossen elf kriegsgeflüchtete Kinder und Jugendliche das Kulturrucksack-Projekt „Entdecke die Kunstmuseen Kölns“. Zwei ukrainischstämmige Guides des Museumsdienstes Köln begleiteten sie in drei Museen: Museum Ludwig, Wallraf-Richartz-Museum und Museum für Angewandte Kunst Köln – MAKK.

Der Museumsdienst Köln kooperierte mit dem Wohnraum für Geflüchtete, Caritas Verband der Stadt Köln, Luzerner Weg 70A. Die Museen wurden als interessante kulturelle Bildungs- und Erlebnisorte erfahren und als Raum vorgestellt, wo sich Spaß, Entdecken, kreatives Lernen und Gestalten verbinden. Denn den Alltag in der Einrichtung zu verlassen und gemeinsam in der Peergruppe die neue Stadt zu entdecken, sollte das Motto der Ferien sein. Nonverbale künstlerische Methoden gaben den Kindern die Möglichkeit, sich auch ohne Sprache auszudrücken.

Die Kinder wurden so aus dem Einrichtungs-Alltag in ein kreatives Umfeld geführt, in dem sie ihre Erfahrungen und Sorgen einfließen oder auch kurzzeitig vergessen lassen konnten. Die zwei Projektwochen waren spannend und intensiv für alle Beteiligten. Mit Kultur in Berührung kommen, sich der Kunst nähern und eigene Standpunkte dazu entwickeln – das waren wichtige Impulse, durch die Heranwachsende das Museum als Begegnungsort kennenlernen konnten.

Wer zudem als Teilnehmerin oder Teilnehmer positive Erfahrungen mit einem Museen gemacht hat, wird auch für andere Museen und Institutionen aufgeschlossen sein und sich für künftige Angebote interessieren. Dass dies auch für Zielgruppen möglich gemacht werden kann, die sich emotional und gedanklich noch in der kriegszerrütteten Heimat befinden, ist das Wunderbare an der Idee „Kulturrucksack".

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