Abhauen. Wegfahren. Weglaufen.

  • Duisburg

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Mona Bratrich

„Abhauen. Wegfahren. Weglaufen." Mit diesen Worten beginnt der Prolog des selbst entwickelten Musicals und lässt sie Zuschauer aufhorchen.

Eine Woche lang haben die Teilnehmerinnen gesungen, getanzt, Theater gespielt und sich mit dem Thema ABHAUEN auseinandergesetzt. Wohin abhauen? Und warum? Die Wunschorte waren ebenso verschieden wie die Gründe abzuhauen: Urlaub, Flucht, Weltreise, Ferien, Streit, Krieg, Belohnung... Die einen haben die Möglichkeit zu gehen, die anderen haben keine andere.

Auf der Bühne des ...kulturiges... im Hamborner Ratskeller konnten die Zuschauer drei verschiedene Szenen miterleben, die die Jugendlichen selbst zum Thema entwickelt hatten.

Licht an!
In der ersten Szene fahren zwei Jugendliche mit einem geklauten Urlaub los, und wissen noch gar nicht wohin. Erst als ihnen drei Turnerinnen über den Weg laufen und mit ins Auto steigen, wird das Ziel gewählt: Es geht nach Paris. Auf der Bühne wird „Heute hier morgen dort“ gesungen, bevor das Licht ausgeht und eine neue Szene beginnt.
Zwei Straßenmusikerinnen sitzen am Bühnenrand und spielen vor sich hin. Ein schick gekleidetes Mädchen sitzt in einem Café und liest, als eine Urlauberin mit übergroßer Karte die Bühne betritt und sich nicht so richtig entscheiden kann, ob sie erst ins Hotel oder zum Eifelturm soll. Durch Zufall trifft sie eine Bekannte und gemeinsam machen sie sich auf den Weg. Das Mädchen im Café gibt den Touristinnen einen Insidertip für Paris: Ihre Lieblingsstraßenmusikerinnen. Sie werfen Geld in den Koffer und verabschieden sich auf Französisch mit „Au revoir“. Da fällt der Musikerin ein bekanntes Lied ein, sie beginnt zu singen und die Bühne wird zur Tanzfläche.
Black.
Drei leere Taschen und allerlei nützliches befinden sich auf der Bühne, als drei Schwestern beginnen, ihre Koffer zu packen. Sie wollen abhauen, weil sie den Streit der Eltern nicht mehr aushalten. Egal wohin, Hauptsache nicht mehr im Streit. Und Hauptsache zusammen. Sie schaffen es, sich eine Höhle zu bauen, bevor es anfängt zu regnen und sind überglücklich, dass sie wenigstens sich haben. Im Traum hören sie „Lieblingsmensch“ und tanzen unter Seifenblasen einen Traumtanz.
Applaus!!

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