Kanu-KulturTour und kulturelles Couch-Surfing

  • Städteverbund Herford – Bad Salzuflen – Hiddenhausen

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@on! Schötmar

Wir, das Kinder-Reporter-Team vom Kinder und Jugendzentrum @on!, haben uns am Sonntag, dem 05. Juli 2015 auf den Weg gemacht, um über die Kanu-Kulturtour zu berichten: eine Kanutour auf der Werrre, auf dem Fluss, der unsere drei Kulturrucksack-Städte miteinander verbindet. Um 10 Uhr haben wir uns an der Kanustation Rio Negro in Schötmar am Bahnhof getroffen. Die Teilnehmer waren schon vor Ort und haben sich zu Dreiergruppen zusammengeschlossen, damit sie später wussten, mit wem sie in einem Kanu sitzen.
Nachdem sich die Kinder kennengelernt hatten, haben sie sich mit Hilfe der Kanutourguides die Ausrüstung geholt. Die Kanus mussten von 5 bis 7 Kindern getragen werden, da diese nicht nur groß, sondern auch sehr schwer waren. Zu der Ausrüstung gehörten ebenfalls Paddel, die ungefähr vom Boden zum Kinn reichen mussten, Sicherheitswesten, um nicht unterzugehen und wasserdichte Tonnen, um Taschen und alles Mitgebrachte der Teilnehmer zu verstauen.
Daraufhin gab es eine Einweisung für die Teilnehmer. Es wurde erklärt, wie man ein Kanu besteigt und verlässt, wie man mit dem Kanu vorwärts kommt und wie man lenkt, welche Herausforderungen auf der Route warten und es wurde von der Herkulespflanze erzählt, die teilweise am Ufer wächst. Diese darf man nicht anfassen, denn Berührungen mit der Pflanze und das Einwirken von Sonnenstrahlen können Verbrennungen zweiten Grades zur Folge haben.
Nach der spannenden Einführung sollte es endlich losgehen, doch das Wetter war nicht so wie für die Kanutour erhofft. Es fing nicht nur an zu regnen, sondern auch zu gewittern und donnern. Daraufhin musste der Start aus Sicherheitsgründen auf ungewisse Zeit verschoben werden. In der Zwischzweit wurden Spiele mit den Teamern gespielt und die Zeit spaßig verbracht. Nach ungefähr zwei Stunden und ging es endlich los, da sich das Wetter verbessert hatte.
Die Kanus wurden nach und nach zu Wasser gelassen und die Teilnehmer konnten die Bega erst ein paar Meter hochfahren, um das Paddeln zu üben und darauf zu warten, bis alle in ihren Kanus waren. Neben den insgesamt acht Kanus wurden auch drei Kajaks zu Wasser gelassen, in denen unsere Tourguides Platz hatten.
Die Kanugruppe machte sich, nachdem alle zu Wasser gelassen wurden, auf den Weg von der Bega über die Werre nach Herford.
Wir, die Kinder-Reporter machten uns mit unserem eigenen Bulli-Shuttle-Service auf den Weg zur ersten Brücke, unter der die Kanuten herpaddeln mussten. Nach nur kurzem Warten erreichten auch schon die Kanus und gutgelaunte Schiffskapitäne die erste Brücke und winkten uns freudestrahlend zu. Die Brücke war der erste Ausstellungsort für vorherige Kulturrucksack-Projekte: Die Kanuten betrachteten die selbstgestalteten, bunt gestalteten Banner des Bannerprojekts und die umstrickten Brückenpfeiler, made by dem Urban-Knitting Projekt.
Die Banner wurden wurden vom Projekt-Team Bannergestaltung designt und stellten auf verschiedene Arten das Motto der Kanu-Tour wieder: „Grenzen überschreiten – Perspektiven wechseln". Die Banner machten die Kanuten darauf aufmerksam, dass gerade aus Sicht der Kulturen nicht alles immer so ist und sein muss, wie es auf den ersten Blick erscheint.
Nach ungefähr drei Stunden kamen die Kanuten an der ersten Pausenstelle an der Werre an. Sie berichteten von Wehren, die sie heruntergefahren waren, ohne dass auch nur ein Kanu kenterte und auch vom Zusammenfluss von Bega und Werre, der dann in die Werre überging. An der Pausenstelle wurden die Kanus gesichert, einige Mutige gingen trotz der Temperaturen schwimmen und leckeres Mitgebrachtes und kalte Getränke wurden zur Stäkung verspeist.
Die Pause sollte eine Stunde dauern, doch die Wettervorhersage zeigte starkes Gewitter an und der Himmel wurde ganz dunkel. Nach der Entscheidung, länger zu warten und zu schauen, was passiert, fing es dann auch schon an zu regnen. Nach Rücksprache mit allen musste leider entschieden werden, die Kanutour vorzeitig zu beenden. Die Kanus wurden alle über eine Brücke zu einem Parkplatz getragen, die Kanus gesäubert, die Paddel, Wassertonnen und Schwimmwesten gestapelt. Das dauerte allerdings ganz schön lange, da es zwischenzeitlich in Strömen regnete und sich alle unter der Brücke ins Trockene gerettet hatten. Nachdem es weniger wurde und der Donner aufhörte ging es weiter. Als wir dann endlich fertig waren, brachen alle Dämme und es regnete Bindfäden. Die meisten Kinder quetschten sich in einen Bulli, um im Trockenen auf die abholenden Eltern zu warten. Nach und nach löste sich die Gruppe auf und trotz des frühzeitigen Abbruchs und des launischen Wetters waren alle mehr als zufrieden.

Nur drei Tage später machten wir uns als Reporterteam schon wieder auf den Weg zum nächsten Einsatz. Unter dem Motto „kulturelles Couchsurfing" fand im Kinder und Jugendzentrum @on! Schötmar die erste offizielle Kultur-Kinonacht statt.
25 gutgelaunte und noch nicht all zu müde Jungs und Mädchen aus Bad Salzuflen, Herford und Hiddenhausen hatten sich zum Ziel gemacht, die Nacht ohne Schlaf auf der ein oder anderen Couch zu verbringen. Ziel war es nicht nur nicht einzuschlafen, sondern auch Filme mit kulturellem Huintergrund zu schauen, viel Spaß zu haben und gut zu essen.
Neben einem BBQ-Salat-Buffet erwartete die Teilnehmer ein nächtliches Stockbrot-Lagerfeuer-Event und natürlich zahlreiche Leckereien, wie es sie auch im richtigen Kino zu vernaschen gibt.
In der Nacht wurden 6 bis 8 Kinofilme geschaut, da doch immer mal wieder jemand den Kampf gegen die schwerden Augenlider verlor, konnte sich niemand mehr am nächsten Morgen daran erinnern wie viele Filme es am Ende des Abends waren.
Zum Abschluss, morgens um 07:00 Uhr, gab es ein gemeinsames Frühstück, bevor sich die müden Couchsurfer auf den Weg nach Hause und in die eigenen Betten machten.

Wir werden sicherlich noch weiter vom Kulturrucksack in Herford, Bad Salzuflen und Hiddenhausen berichten, denn es stehen noch viele weitere tolle Veranstaltungen an. Wartet mal ab!

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