Hereinspaziert und rausgezoomt – Vloggen und YouTube treffen Bergbau und Schifffahrt

  • Städteverbund Duisburg – Dinslaken

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Britta L.QL

Der Dinslakener Teil des Sommer-Kulturrucksack-Workshops 2021 fand in Lohberg im DIZeum statt. Organisation Stadt Dinslaken in Zusammenarbeit mit der Stadt Duisburg // Kulturrucksack NRW. Teamerin Dinslaken Lohberg = Britta L.QL (Künstlerin)

Dienstag 27.07.:

Grundsätzlich starten alle Workshops, die Britta L.QL und Babette Winkelmann mitorganisieren, mit einem Frühstück – wie auch dieses Mal in Lohberg im Co-Work-Raum des Ledigenheims, der uns seitens der Stiftung Ledigenheim zur Verfügung gestellt wurde. Großes Danke dafür an Janet Rauch – auch für die persönliche Unterstützung seitens Peter Psiuk und Silvo Magerl vom DIZeum.

Starttag Dienstag: Das erste gemeinsame Frühstück diente dem Kennenlernen. Vier junge Teilnehmer zwischen 11 und 13 Jahren haben sich eingefunden, um zu Vloggen, Filme zu ersinnen und zu drehen.

Nach dem Frühstück tauchte plötzlich ein Überraschungsbesucher (Silvo Magerl) in vollem Bergmannskittel auf, um uns zu einer Führung ins Minimuseum DIZeum – ebenfalls im Ledigenheim – abzuholen. Das bedeutete schlussendlich ein für alle Seiten entdeckungsreicher Workshop-Start in den zwei durchaus reichhaltig an Informationen und erlebnisorientierten Objekten gefüllten Räumen des Museums DIZeum.

Nach einer Mittagspause, verbunden mit einer Erlebnistour durch den Bergpark und dessen vier Kunstwerke, überlegte sich die Filmcrew, für die ersten Kurzfilme zum vorgeschlagenen Thema zwei Gegenstände des Museums zu beleuchten. Inhaltlich sollten filmische Aufgaben erfüllt werden. Plan war, diese Kurzfilme am nächsten Tag per Zoom an die Duisburger Filmcrew zu übertragen und somit einen inhaltlichen Austausch zwischen Duisburg und Dinslaken zu fördern.

Gesagt, getan: Ideen entstanden sofort und schon bald waren die ersten Szenen gedreht. Der Schneideprozess startete noch am gleichen Tag. Um 17:00 Uhr war Schluss und alle freuten sich auf den zweiten Tag.

Mittwoch, 28.07.:

Nach dem Frühstück ging es seitens der vier Teilnehmenden emsig ans Schneiden der zwei bereits gedrehten Filme. Der erste Film hatte die Stempeluhr des Museums zum Inhalt, der zweite den Heuler. Kleine Sequenzen mussten nach genauerer Durchsicht nachgedreht werden. Bis zur Mittagspause waren alle begeistert beim Schnitt. Und zur Mittags- und Zoomzeit waren die Filme fertig. Ein lebendiger Austausch mit der Crew vom Duisburger Binnenschifffahrtsmuseum fand statt.

Am Nachmittag wurden in der Lohberg-Crew Kurzfilme angeschaut und besprochen, um die Filmidee für diesen Workshop zu überlegen. Letztendlich haben sich alle für die Idee begeistert, einen Trailer für und über das DIZeum zu drehen. Nach einer ersten Ablaufbesprechung im Co-Workspace ging es „rüber“, um das DIZeum unter den Aspekten der Filmidee zu begutachten. Am dritten Tag sollte es dann an die ersten Drehs gehen. Hierzu wurden verschiedene Aufgaben verteilt.

Donnerstag, 29.07.:

Erst Frühstücken, dann drehen! Als erstes wurde die Filmszene draußen vor dem Ledigenheim und im Eingang durchgesprochen. Aktuell schien die Sonne, doch für den Nachmittag war Regen angesagt. Deshalb musste der Außendreh gut durchdacht und umgesetzt werden. Also alles zusammengepackt – Kameras, Stative, Licht, Skateboard und Skript. Abmarsch im Crew-Verbund. Einfach ums Eck wandern – mit Sack und Pack zum Drehort.

Nach gut zwei Stunden waren bei vollem Einsatz alle Szenen aus dem Außenraum im Kasten. Nun war eine längere Pause nötig – inklusive Mittagessen und Eis. Kräfte sammeln für die zweite Runde. Nach dem Mittag sollte es nämlich ins DIZeum gehen. Der Plan, alle Szenen fertig zu bekommen, musste unbedingt eingehalten werden. Denn für den Freitag war der Final-Cut angesetzt, inklusive Filmmusik-Composing. Auch diese Zeitplanung funktionierte. Ziel erreicht! Der dritte Tag war für alle Beteiligten des Filmworkshops absolut erfolgreich.

Freitag 30.07.:

Alles abgedreht? Nach dem Frühstück schauten wir uns gemeinsam das bereits Gefilmte an. Wir lachten teilweise so laut über ungewollte Patzer und lustige Szenen, dass Nachbarn vorbei kamen und fragten, was denn los sei.

Als nächstes wurden die guten Filmszenen selektiert und der Grobschnitt begann. Bis zum Mittag hatten die Teilnehmenden die Filmsequenzen soweit für den Final-Cut vorgeschnitten. Nach dem Mittag und einem ausgiebigen Besuch des Bergparks – insbesondere der Rutschen – wurde der Film mit gemeinsamer Energie fertiggestellt. Letzter Akt des Kulturrucksack-Tages: den „Trailer DIZeum“ auf YouTube veröffentlichen!

Samstag 31.07.:

Morgens um 10:00 Uhr ging es per Auto von Dinslaken-Lohberg nach Duisburg-Ruhrort ins „Kulturrucksack-Partnermuseum“ – dem Binnenschifffahrtsmuseum. Mit im Gepäck: drei Filme! Der Workshop der Duisburger fand auf einem Schiff mitten im Museum statt. Hier frühstückten wir gemeinsam mit der Duisburger Crew und wurden dann durch das tolle Museum geführt.

Ein aktuelles Highlight im Museum ist die Playmobil-Ausstellung zum Duisburger Hafen. Kleiner Tipp: Unbedingt bis Ende September nach Ruhrort ins Museum – die Ausstellung ist aufgrund der Corona-Einschränkungen verlängert worden.

Nach der Besichtigung des Museums schauten wir uns zusammen die in der Workshop-Woche entstandenen Duisburger und Dinslakener Filme an – auf dem Schiffsdeck, mitten im Museum. Der Lohberg-Trailer kam besonders gut an und wurde mit viel Applaus beider Crews belohnt: „Ein tolles Projekt, dieser Filmworkshop.“

Auf dem Rückweg fragten die Teilnehmenden direkt, ob es demnächst wieder solch ein Angebot geben wird. Sie wären auf jeden Fall dabei!

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