Podcasting ist aus der Castrop-Rauxeler Jugendkultur nicht mehr wegzudenken. Unter dem bewährten Motto „Deine Stimme, dein Podcast, deine Bühne“ ist die zweite Staffel des beliebten Formats „Hör mal Kultur“ offiziell über die Bühne gegangen. Gefördert durch das Landesprogramm „Kulturrucksack NRW“ und beheimatet im Marcel-Callo-Haus (MCH), bot das Projekt Jugendlichen im Alter von 10 bis 14 Jahren eine ganz besondere Plattform: ihre eigene.
Drei Tage, drei Kulissen: Castrop-Rauxel wird zum Open-Air-Studio
Das Besondere an dieser Staffel war nicht nur, worüber gesprochen wurde, sondern vor allem das Wie und Wo. An drei unterschiedlichen Drehtagen verwandelte das Produktionsteam markante Orte in Castrop-Rauxel in lebendige Talk-Kulissen. Statt in ein steriles Studio zu ziehen, ging es für die Jugendlichen raus ins echte Leben.
Schon die allererste Folge startete geschichtsträchtig unter freiem Himmel im weitläufigen Erinpark, in unmittelbarer Nähe des historischen Erinturms. Ob vor dieser industriekulturellen Kulisse, entspannt direkt am Wasser des idyllischen Stadtgartens oder in der gemütlichen Sitz-Lounge unter der Überdachung der Terrasse des Marcel-Callo-Hauses – die Schauplätze spiegelten genau das wider, was den Podcast ausmacht: absolute Spontanität, Dynamik und maximale Authentizität.
Von 100 Jahren Stadtgeschichte bis zur Zukunft mit KI
Inhaltlich lieferten die drei Folgen eine beeindruckende Bandbreite, die perfekt die Balance zwischen tiefgründigem Deep Talk und humorvoller Leichtigkeit traf.
Der Auftakt im Erinpark: Direkt am Erinturm startete die Staffel laut und bunter denn je mit einer erfrischenden Mischung aus jugendlichem Slang, amüsanten Anekdoten und ehrlichen Einblicken in die Lebensrealität der Kids.
Folge 2 („Früher vs. Heute“): Am Ufer des Stadtgartensees lieferte sich die Gruppe an einem sonnigen Tag eine heiße Debatte rund um das Thema „100 Jahre Castrop“, bei der intensiv reflektiert wurde, wie sich ihre Heimatstadt über die Generationen hinweg verändert hat.
Das große Staffelfinale („Mensch vs. Maschine“): In der einladenden Sitz-Lounge auf der überdachten MCH-Terrasse ging es im Finale ans Eingemachte – das Thema Künstliche Intelligenz. Die Jugendlichen sprachen ungefiltert über ihre eigenen Erfahrungen, von kleinen Hilfestellungen bei den Hausaufgaben über die automatische Logo- und Grafik-Erstellung bis hin zur Frage, ob Maschinen irgendwann Menschen ersetzen können. Die einhellige, reife Antwort der Kids: Der Mensch bleibt unersetzbar!
Natürlich durfte auch der Humor nicht zu kurz kommen. Neben den großen Fragen der Zukunft sorgten klassische Alltags-Dilemmas wie „Lieber draußen einen Döner essen oder doch zu Hause bei Mama?“ für lautstarke Lacher und herrlich authentische Momente in der Gruppe.
Das Erfolgsgeheimnis: Ein echtes Projekt von Kids für Kids
Hinter den Kulissen sorgte das Castrop-Rauxeler Medien-Duo, bestehend aus dem Erlebnispädagogen und Videographen Mirza Ahmičić sowie der Kommunikationsdesignerin Lucienne Leimbach, für das entscheidende Fundament. Ihre Rolle war es, ein inspirierendes Setting und das passende technische Ambiente zu schaffen, in dem sich die Jugendlichen von Anfang an wohlfühlen konnten. Erst durch diesen professionell vorbereiteten Rahmen und die medienpädagogische Begleitung wurde der Raum geöffnet, damit die Ideen, die Spontanität und die Umsetzung der Kids überhaupt erst lebendig werden konnten. Am Mikrofon bestimmten die Jugendlichen dann die Dynamik selbst und zeigten vollen Mut zu klaren, ungefilterten Meinungen.
Das Ergebnis kann sich sehen und hören lassen: Eine rundum gelungene zweite Staffel, die zeigt, wie moderne Medienpädagogik und echte Jugendbeteiligung aussehen müssen.
Jetzt reinschauen! Die gesamte Playlist mit allen drei Folgen der zweiten Staffel sowie den Highlights der ersten Staffel ist ab sofort auf dem YouTube-Kanal des Marcel Callo Hauses abrufbar.
👉 Hier geht's direkt zur Playlist!
https://youtube.com/playlist?list=PL8qZp5knYInZ-K5qvnfI2u7n39gfuGyTM&si=vvbyxehIBk-QD-GT

