Magische Osterferien in Wuppertal

  • Wuppertal

Was ist Zauberei? – So startete Alexander Hermanns Projekt “Let’s do magic!” in den Osterferien. Er setzte sich das Ziel, 15 interessierten Kindern und Jugendlichen das Thema Zauberei näher zu bringen. Dabei war es ganz wichtig, erstmal das Fundament der Kunstform kennenzulernen. So hat er zunächst einige seiner liebsten Zaubertricks gezeigt, um genau die Faszination für das Thema in den Teilnehmenden zu wecken, die ihn gepackt hat, als er das erste Mal einen Zauberer so nah beobachten durfte.

Nach der kurzen Show wurde nicht lange gezögert und die ersten eigenen Illusionen durften erprobt werden. Bei Erklärung von Kartentricks und anderen Illusionen war es Alexander wichtig, auch die einhergehenden Prinzipien der Zauberei beizubringen: beim ersten Zaubertrick wurde direkt das Thema Ablenkung und Täuschung näher gebracht. Nach Erlernen weiterer Tricks durfte jeder jedem die Kunststücke zeigen. In kleinen Gruppen wurden dann lustige Präsentationen ausgearbeitet und jeder hatte die Chance, seine Zauberei zu üben. Am Ende des Tages gab es die erste “Jam-Runde”, also das spielerische Zeigen der Zauberei, ohne Grenzen und Regeln.

Magie sollte immer spielerisch erprobt werden, weswegen Alexander für jeden Tag eine Jam-Runde geplant hat. Und natürlich darf eine Hausaufgabe nicht fehlen: “Zeigt einen der Tricks zuhause oder vor Freund/innen! Zauberei lebt von Reaktionen anderer Mitmenschen.” Tag Zwei hatte das Überthema “Impetus” – also was der Zauberei eigentlich die Zauberei verleiht! Geschieht die Magie durch ein simples Schnipsen? Durch das Benutzen eines Zauberstabs? Oder komplett verrückt, indem man sich dreimal im Kreis dreht und die Hacken zusammen schlägt?

In kleinen Gruppen wurden neue Ideen ausgedacht und auf bereits erlernte Zauberei angewendet. Dabei war der Kreativität keine Grenze gesetzt – ganz im Gegenteil. Die Teilnehmenden sollten sich absichtlich einen verrückten Impetus überlegen, um spielerisch und kreativ die Zauberei entstehen zu lassen. Vor der Jam-Runde wurde das Thema Ablenkung mit einigen Münztricks verinnerlicht (und natürlich fleißig mit allen zusammen geübt!). Der Jam des Tages war komplett anders, da die Kinder und Jugendlichen bereits aus den ersten zwei Tagen so viel gelernt hatten, dass wirklich jede/r etwas eigenes zeigen konnte.

Am dritten Tag wurde der Rhythmus gebrochen, indem beim “Speed-magic” zwei Teilnehmende sich gegenüber saßen und sich innerhalb kürzester Zeit einen eigenen Trick mit eigenem Impetus zeigen sollten. Nach einigen Wechseln, konnte jede/r etwas eigenes zeigen und Feedback erhalten. Der Grund für das “Speed-magic”: Üben kann nach etlichen Wiederholungen langweilig werden. In dem Format haben alle ihre Tricks geübt, ohne zu merken, dass gerade geübt wird! Clever, oder?

An diesem Tag hat Alexander Hermann den Kindern ein weiteres wichtiges Thema spielerisch näher gebracht: “Was macht Zauberei eigentlich spannend?” Er hat dabei die gleiche Illusion zweimal demonstriert: Einmal so, wie es im Buche steht und einmal mit seiner eigenen Präsentationsweise. Und siehe da: Sobald man sich eigene Gedanken macht, fühlt sich der Trick spannender und viel persönlicher an.

Also durfte jede/r eigene Spielkarten mit eigenen Motiven bemalen, um einen weiteren, tollen Zaubertrick zu erlernen. Üben und Jamen haben den Tag abgerundet. Am Ende hat Alexander allen Kindern die Aufgabe mitgegeben, sich zu überlegen, was sie selbst am letzten Tag in einer kleinen “Zaubershow” zeigen wollen.

Der letzte Tag startete mit Wiederholungen aus Erlerntem. Danach hatten die Kinder und Jugendlichen die Chance, ihren Trick zu üben, den sie in der Zaubershow zeigen wollten. Am Ende wurde ein kleines “Close up-Theater-Setting” vorbereitet: Stühle richtig positioniert, Tische zusammengestellt und die Bühne für unsere Zauberer und Zauberinnen freigegeben. Die Teilnehmenden haben dann in der Show ein Kunststück vorgeführt und von jedem Feedback erhalten. Alle hatten Spaß und jede/r hatte die Chance zu erleben, wie toll es sein kann, selbst zu zaubern.

Und auch wenn eine Show ein ideales Ende für einen Workshop ist, war es Alexander Hermann wichtig, auf einer Jam-Runde zu enden. Genau das macht für ihn das Zaubern aus: Nach einer aufregenden Show mit Freund/innen zusammen zu sitzen und über die Zauberei zu quatschen. Und wer weiß, vielleicht war der Workshop der Startschuss für den einen oder anderen, die Magie in der Zukunft ebenfalls hauptberuflich zu auszuüben.

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