Zum Inhalt:
Das darf doch nicht wahr sein!!! Erst ist Lilas Mutter verschwunden, und dann sitzt Lila auf einmal auf einem abgelegenen Bauernhof inmitten von Hühnern und Katzen fest. Hier ließe es sich sogar einigermaßen aushalten, wenn es nicht noch ein paar offene Fragen gäbe: Wo steckt Lilas Mutter? Warum werden so viele Kinder in Kinderheime verfrachtet, und wer zum Teufel ist dieser Kerl, der immer wieder auftaucht?
Zum Glück trifft Lila irgendwann Snoop, der sie mit nach Feuerland zu seiner Kinderbande nimmt. Was sie dort erlebt, hätte Lila sich noch vor ein paar Wochen nie träumen lassen. Aber mit Einfallsreichtum, Schlagfertigkeit und einer Portion Glück bringen die Kinder so einiges ins Rollen.
Susanne Fischer erzählt eine rasante und spannende Geschichte von starken Kindern, die den Mut aufbringen, die Dinge zu ändern. (www.fischerverlage.de)
Zunächst stellt der Schauspieler Martin Bretschneider das Kinderbuch in Form einer szenischen Lesung vor, die ca. 45 Minuten dauert. Obwohl in der kurzen Zeit nur Ausschnitte des Buches, eine sogenannte Strichfassung, vorgetragen werden kann, erhalten die jungen ZuhörerInnen dennoch den Eindruck eines gesamten dramatischen Bogens und einer abgeschlossenen Vortragsform ohne alle Geheimnisse des Buches aufzudecken.
Im Anschluss werden Methoden und Techniken zu szenischen Lesungen im Plenum für ca. 45 Minuten unter Anleitung des Theaterpädagogen und des Schauspielers diskutiert und erprobt.
Schließlich werden die TeilnehmerInnen in Gruppen zu mindestens 3 bis maximal 6 Personen aufgeteilt und erhalten einen spannenden, lustigen oder entscheidenden Ausschnitt aus der Lektüre, der nicht vorgetragen wurde. In den Kleingruppen werden diese Teilstücke zunächst gelesen und mit Unterstützung von zwei TheaterpädagogInnen, dem Schauspieler und der Lehrkraft in kleine Szenen umgearbeitet. Die Gruppenarbeit dauert ca. 60 Minuten.
Diese Szenen werden wiederum im Plenum spielerisch vorgestellt. Die Vorstellung des Buches, der Inhalt und die Figuren verdichten sich, so dass dieser Workshop den Einstieg in die Lektüre erleichtert und die TeilnehmerInnen animiert, das ganze Buch zu lesen.
Die SchülerInnen nehmen aktiv an einer szenischen Lesung mit einem professionellen Schauspieler teil, sammeln sehr dicht am Geschehen Erfahrungen als Publikum, sie diskutieren diese Erfahrungen und erproben verschiedene Möglichkeiten des Vortragens, sie setzen sich mit einem Teilstück der Lektüre intensiv auseinander, transferieren den Prosatext in szenisches Spiel und lernen schließlich ihre Ergebnisse spielerisch vorzustellen und vor einer Gruppe zu agieren. Sie lernen außerdem ein altersgerechtes Buch kennen und erarbeiten sich selbst eine Einstiegshilfe. Die Kinder werden so motiviert, Lektüre zu lesen