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Linda Längsfeld

Neue KURUX-Radiogruppe on Board: Die L-UNIKIDS aus Paderborn gibt es seit März und sie haben jetzt bereits ihre erste Sendung fertig gestellt!

Die Redaktion um Ben, Johannes, Justus, Frederik, Laurits und Guideon trifft sich jeden Donnerstag in den Räumen von Radio L-Unico an der Universität Paderborn. Dort steht ihnen der Redaktionsraum sowie das Sendestudio zur Verfügung. Angeleitet werden sie vom Radioprofi Linda Längsfeld.

In ihrer ersten Sendung dreht sich alles um das Thema "Spielen in Paderborn". An der Universität haben sie dazu eine Umfrage gestartet und die Studenten nach ihrer Einstellung zu Computerspielen befragt. Außerdem waren sie am Theater Paderborn und durften sich dort hinter den Kulissen umschauen. Die Damen- und Herrenschneidermeisterin Edith Menke hat ihnen alles über die Schneiderei erzählt und der Theaterpädagoge Marguerite Windbluth gab ihnen ein Interview über seine Arbeit mit Jugendlichen sowie das Theater Paderborn im Allgemeinen.

Während der Produktion der Sendung wurde auch vermittelt, wie man recherchiert und Interviews führt, wie man die Stimme am Mikrofon richtig einsetzt, aber auch wie man am Computer das aufgezeichnete Material schneidet oder gemafreie Musik aussucht.

Die nächste Sendung der L'UNIKIDS ist auch schon in Planung: Sie wird ein Interview mit einem Schauspieler beinhalten und ein eigenes Hörspiel soll auch noch produziert werden.

Also, man darf gespannt sein!

Weiter Infos zu den Kulturrucksack-Angeboten aus Paderborn:
http://www.kulturrucksack.nrw.de/kulturplaner?kommune=39&selection=none

Zum Kulturrucksack Radio KURUX:
http://www.kurux.de

Audio: 

Erst Radiosendung der L'UNIKIDS

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Kommentare

Lieber Franz!

Lieber Franz! Als Projektleiterin dieser Radiogruppe möchte ich dir gerne einen Einblick darin geben, was es bedeutet, mit Kindern und Jugendlichen medienpädagogisch zu arbeiten, denn du würdest vermutlich nicht zu dieser Aussage kommen, wenn du wüsstest, wie viel intensive Arbeit die Medienpädagogen UND die Kinder in eine solches Projekt investieren. Denn die Fertigstellung einer solchen Sendung erfordert viel, viel Zeit. Wir treffen uns mit unserer Gruppe einmal die Woche für 90 Minuten und haben für diese Sendung schließlich fast ein halbes Jahr benötigt. Allein daran kannst du erkennen, dass eventuell mehr dahinter steckt, als du vermutest. Das Thema der Sendung, die Ideen zu den Beiträgen und die Entwicklung der Fragen für die Interviews wurden vollständig von den Kindern übernommen. Ich als Projektleiterin habe in keinem einzigen der Interviews selbst das Mikrofon in der Hand gehalten oder Einfluss darauf genommen, was die Kinder von den Interviewpartnern wissen wollten. Im Vorfeld wurde lediglich vermittelt, wie man gute Interviews führt und welche Fragen man als Reporter stellen sollte. Während der Interviews haben die Kinder großes sprachliches Talent, Neugier und Geduld bewiesen, von der sich so manch Erwachsener noch etwas abschneiden kann. Doch wie verpackt man all die Interview-Schnipsel, die man gesammelt hat, schließlich zu einer solchen Sendung? Wie bündelt man wichtige Informationen und wie bringt man sie sinnvoll zusammen? Die Kinder haben dazu eine Audio-Schnitteinführung bekommen und durften beispielsweise die Umfrage und Teile der Interviews selbst zusammenschneiden. Das erfordert wiederum viel Geduld und technisches Knowhow. Das, was du schließlich als "labern ins Mikrofon" bezeichnet, ist neben all dem wiederum eine komplett neue Herausforderung. Eine Sendung einzusprechen, sodass jeder gerne zuhört und alles gut zu verstehen ist, das ist für Kinder sowie für Erwachsene eine große Aufgabe. Gemeinsam haben wir daher auch theaterpädagogisch gearbeitet und Sprechübungen gemacht, damit die Kinder lernen, mit ihrer Sprache und ihrer Stimme selbstbewusst umzugehen. Ich als Projektleiterin habe mich schließlich dazu entschieden, den Text für die Moderation zu verfassen und den Schwerpunkt darauf zu legen, dass die Kinder die richtige Betonung und das deutliche Sprechen ins Mikrofon lernen. Das Ergebnis ist meiner Meinung nach außerordentlich gut und bemerkenswert! Unser erstes Projektergebnis - diese Sendung - ist ein großer Erfolg und ein toller Lohn für monatelange Arbeit. Dass auch ich als Projektleiterin an dem Ergebnis mitgearbeitet und gefeilt habe, werde ich nicht leugnen. Dabei muss man aber folgendes Bedenken: Medienpädagogischen Arbeit lebt immer vom Prozess der Arbeit, aber auch vom Produkt, das am Ende dabei rauskommt. Dass die Kinder, die gerade erst das journalistische Arbeiten lernen, neben Schule und sonstigen Aktivitäten nicht die Zeit haben, in einem halben Jahr zu Medienprofis zu werden, ist naheliegend. Die Kinder haben mir das Vertrauen entgegengebracht, das Endprodukt so zu perfektionieren, dass alle stolz und zufrieden damit sind. Somit habe ich als Erwachsene tatsächlich ein kleinen "Rest" am Ende selbst gemacht, aber ich habe einige Stunden dafür benötigt, und dabei immer das Ziel verfolgt, dass ich das, was die Kinder geleistet haben, in eine würdige Form bringe. Du hast nun hoffentlich eine Vorstellung davon bekommen, dass mehr dahinter steckt, als das, was du in deinem Kommentar unterstellst. Positiv betrachtet ist es aber ein Kompliment für die Kinder, wenn unsere Sendung für dich bereits so professionell klingt, als wäre sie allein von Erwachsenen gemacht. Ich hoffe, du verstehst nun besser, was dahintersteckt. Liebe Grüße!

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